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News · 19. September 2026

Nicko Cruises: Treibstoffzuschlag für die Weltreise

Für die Weltreise 2026/27 der Vasco da Gama führt Nicko Cruises einen Treibstoffzuschlag ein. Das hat spürbare Auswirkungen auf den Reisepreis.

Nicko Cruises: Treibstoffzuschlag für die Weltreise
Mit KI erzeugtes Bild

Wer von einer ganz großen Auszeit träumt, hat oft schon Monate oder Jahre im Voraus die Route im Kopf. Für die Gäste der Vasco da Gama gibt es nun allerdings eine Nachricht, die direkt auf der nächsten Rechnung landen wird. Wie der Veranstalter Nicko Cruises mitteilt, wird für alle Abschnitte der großen Weltreise 2026/27 ein Treibstoffzuschlag fällig. Was das genau für Dich bedeutet, haben wir für Dich zusammengefasst.

10 Euro pro Nacht: Die Kosten im Detail

Laut dem Bericht von Schiffe und Kreuzfahrten hat der Stuttgarter Reiseveranstalter seine Gäste bereits über die Anpassung informiert. Der Zuschlag beträgt 10 Euro pro Person und Nacht. Betroffen sind alle Segmente der 193-tägigen Weltreise. Wenn Du die gesamte Reise buchst, summiert sich dieser Betrag auf insgesamt 1.930 Euro pro Person. Die betroffenen Gäste erhalten laut Nicko Cruises eine korrigierte Rechnung, auf der der Zuschlag transparent ausgewiesen wird.

Die Weltreise soll am 3. November 2026 im Hafen Hamburg starten. Die Route führt einmal rund um den Globus durch den Atlantischen, Pazifischen und Indischen Ozean, bevor das Schiff am 5. Mai 2027 wieder in seinen norddeutschen Heimathafen zurückkehrt.

Warum wird die Reise teurer?

In einem Schreiben an die Gäste begründet Nicko Cruises diesen Schritt mit den anhaltend hohen Energiepreisen. Die internationalen Treibstoffpreise lägen deutlich über dem Niveau, das für die ursprüngliche Kalkulation herangezogen wurde. Zuletzt seien die Ölpreise aufgrund der weltpolitischen Entwicklungen noch einmal spürbar gestiegen.

Eigentlich wollte der Veranstalter abwarten, ob sich die Spannungen im Nahen Osten legen, bevor die Gäste Anfang April informiert werden. Doch das Preisniveau blieb hoch. Die aktuellen Preise liegen laut dem Unternehmen deutlich über dem Niveau von Anfang März und auch über den Preisen, die bei der Erstellung des Reiseprogramms galten.

Ein Blick hinter die Kulissen der Kalkulation

Die wirtschaftlichen Hintergründe zeigen, wie knapp kalkuliert werden muss. Die Vasco da Gama verbraucht auf der Weltreise täglich schätzungsweise 46 Tonnen Marinegasöl (MGO). In der ursprünglichen Katalogkalkulation ging man von einem Treibstoffpreis von unter 700 US-Dollar pro Tonne aus.

Zum Vergleich: Am 11. September wurde MGO im Hafen Rotterdam mit 1.472,50 US-Dollar pro Tonne gehandelt. Für die Weltreise kalkuliert Nicko Cruises nun mit einem angenommenen Durchschnittspreis von 1.100 US-Dollar pro Tonne. Das zeigt: Der Veranstalter gibt nicht die gesamten Mehrkosten an Dich weiter. Die 10 Euro pro Nacht fangen den tatsächlichen Preisanstieg nur teilweise auf.

Was bedeutet das für die Branche?

Nicko Cruises zeigt sich hier sehr transparent in der Kommunikation. Dennoch bedeutet dies nicht automatisch, dass nun alle Reedereien Treibstoffzuschläge einführen werden. Die Betreiber unterscheiden sich stark in ihren Verträgen, Absicherungsgeschäften (Hedging), der Flottengröße und ihren Margen.

Für uns Kreuzfahrer ist es jedoch eine Erinnerung daran, dass geopolitische Ereignisse und Energiefragen am Ende eben doch einen Einfluss auf den eigenen Reisepreis haben können. In enger Zusammenarbeit mit den Partnern will Nicko Cruises die Preisentwicklungen weiter genau beobachten und nur das an die Gäste weitergeben, was unbedingt notwendig ist, um die gewohnte Qualität der Reise zu sichern.

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